Abstimmungen vom 8. März 2026
Öffnungszeiten und Adressen Wahllokale in Wetzikon: hier klicken
Wetzikon:
JA zur Teilrevision der Gemeindeordnung der Stadt Wetzikon
Kanton Zürich: Keine Vorlagen
Bund:
JA zur Klimafonds-Initiative
NEIN zur Halbierungsinitiative
JA zur Individualbesteuerung
Nein zur Bargeld-Initiative & Ja zum Gegenvorschlag
WETZIKON
JA zur Teilrevision der Gemeindeordnung der Stadt Wetzikon
Warum braucht es die Revision?
Die Gemeindeordnung ist seit November 2021 in Kraft und hat sich grundsätzlich bewährt. Eine Teilrevision ist nötig, weil das kantonale Gesetz über die politischen Rechte (GPR) angepasst wurde – dadurch müssen unter anderem Bestimmungen zur Wahl der Wahlbüromitglieder aktualisiert werden
Wesentliche Änderungen auf einen Blick und kurz erklärt:
Fakultatives Referendum:
Was ändert sich beim fakultativen Referendum – und warum ist das sinnvoll?
Das fakultative Referendum bedeutet: Ein Parlamentsbeschluss kommt nur dann vors Volk, wenn innert Frist genügend Unterschriften gesammelt werden. Mit der Teilrevision sollen kleinere Ausgabenbeschlüsse künftig nicht mehr dem fakultativen Referendum unterstehen. Das stärkt das Parlament, beschleunigt Entscheidungsprozesse – und schont gleichzeitig die Steuergelder: Jeder Urnengang verursacht Kosten. Allein Druck von Abstimmungsbüchlein und Stimmzetteln kostet rund 9000 Franken. Dazu kommen Kosten für Wahlbüromitglieder, Versand und Rücksendung usw. – Überschlagsmässig sind das pro Abstimmung ca. 15 000 bis 20 000 Franken (ohne zusätzlich eingerechnete Personalaufwände in Verwaltung und Politik). Dieses Geld setzen wir besser dort ein, wo es wirklich wirkt: in Bildung, Infrastruktur, Energie und Klimaschutz.
Wichtig: Betroffen von dieser Änderung sind ausschliesslich Finanzgeschäfte. Bei grossen Projekten bleibt das fakultative Referendum uneingeschränkt erhalten. Und bei Sachgeschäften bleibt das Referendum ohnehin bestehen.
Finanzgeschäft oder Sachgeschäft – was ist gemeint?
• Finanzgeschäfte sind Entscheide über Geld: Ausgaben, Kredite und finanzielle Verpflichtungen (z. B. ein Investitionskredit, wiederkehrende Ausgaben oder der Erwerb von Grundstücken).
• Sachgeschäfte sind inhaltliche/politische Entscheide. Ein Beispiel ist Tempo 30: Das ist ein Sachgeschäft und bleibt weiterhin referendumsfähig.
Parlamentarische Befugnisse & administrative Präzisierungen:
Das Parlament erhält zusätzliche Kompetenzen: Es soll künftig die vom Stadtrat festgelegten Eigentümerstrategien genehmigen und bekommt angepasste Finanzbefugnisse beim Erwerb von Grundstücken. Zudem werden verschiedene administrative Korrekturen vorgenommen, um Unklarheiten und Lücken zu schliessen, die seit 2021 im Verwaltungsalltag sichtbar geworden sind.Schulpflege bleibt bei neun Mitgliedern: In der Vernehmlassung haben die Grünen Wetzikon eine Reduktion der Schulpflege auf fünf Mitglieder klar abgelehnt. Der Stadtrat hat diesen Punkt aus der Vorlage gestrichen – die Schulpflege soll weiterhin aus neun Mitgliedern bestehen.
Kanton Zürich
Keine Vorlagen
Eigenössische Vorlagen
JA zur Klimafonds-Initiative
Holen wir uns unsere Zukunft zurück!
Die Schweiz erhitzt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Der Klimafonds sichert eine zukunftsfähige Klimapolitik und schützt vor den schlimmsten Klimaschäden.
Der Klimafonds schützt uns: Er stärkt unsere Ökosysteme, verhindert Klimaschäden und macht uns unabhängig von fossilen Energien.
Der Klimafonds sichert unsere Zukunft: Er packt die nötigen Investitionen für die Zukunft jetzt an.
Der Bundesrat baut beim Klimaschutz massiv ab – darum holen wir uns jetzt die Zukunft an der Urne zurück: Gemeinsam schaffen wir das JA!
JA zur Individualbesteuerung von Ehepaaren
Das Wichtigste in Kürze
Ein wichtiger Schritt für die Überwindung traditioneller Rollenbilder: Verheiratete Frauen sollen für die Steuerämter nicht mehr das Anhängsel ihrer Ehemänner sein.
Ein wichtiger Schritt für die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen: Verheiratete Frauen sollen nicht mehr steuerlich benachteiligt werden, wenn sie ihre Pensen erhöhen und sich finanziell besser absichern wollen.
Ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel: Dank verbesserten Erwerbsanreizen können in Zukunft 44’000 Vollzeitstellen zusätzlich durch gut ausgebildete Frauen besetzt und so dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
Nein zur Halbierungs-Initiative
Wieso NEIN stimmen?
Starke Medien sind unverzichtbar für eine Demokratie: Eine Schwächung der SRG gefährdet die unabhängige Berichterstattung und ebnet den Weg für Desinformation.
Eine Säule des nationalen Zusammenhalts: Die SRG verbindet die Regionen und Sprachen des Landes und garantiert eine qualitativ hochwertige Berichterstattung für die ganze Schweiz.
Ein Gegengewicht zu digitalen Plattformen: Die wahre Gefahr für die Medien geht von den Oligarchen der Digitalwirtschaft aus, nicht vom Service public.
Kultur, Sport und Arbeitsplätze in Gefahr: Die Initiative bedroht Serien, Kulturformate, Sportübertragungen und Tausende von Arbeitsplätzen in den Regionen.
Nein zur Bargeld-Initiative & Ja zum Gegenvorschlag
Bargeld bleibt wichtig:
Die GRÜNEN unterstützen den direkten Gegenentwurf zur Bargeld-Initiative. Damit werden der Franken als Schweizer Währung und die Sicherstellung der Bargeldversorgung auf Verfassungsstufe verankert.
Die GRÜNEN lehnen die Bargeld-Initiative ab, da diese unnötig ist und rechtlich unpräzise verfasst wurde.
Daten der nächsten Abstimmungen/Wahlen
8. März 2026
12. April 2026: Wahlen Stadtrat und Parlament
14. Juni 2026: Allfälliger 2. Wahlgang Stadtrat
27. September 2026
29. November 2026
28. Februar 2027
4. April 2027: Kantons- und Regierungsratswahlen
6. Juni 2027: zweiter Wahlgang Regierungsrat
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