Für ein velofreundliches Wetzikon

Initiativbegehren
Als Wetziker Stimmbürgerin stelle ich, gestützt auf §50 des Gemeindegesetzes, eine Allgemein anregende Initiative im Sinne von §123 des Gesetzes über die politischen Rechte.

Initiativbegehren:
Die Gemeinde Wetzikon ergreift Massnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs.

Auf dem Gemeindegebiet soll insbesondere ein zusammen-hängendes und sicheres und somit attraktives Netz von Fahrradrouten realisiert werden.

Dafür ist ab 2011 bis 2015 jährlich ein Betrag von CHF 500'000 einzusetzen, wobei dieser Betrag für zusätzlliche und nicht bereits budgetierte Projekte zu verwenden ist.




Schreiben an den Gemeinderat zum herunter laden finden Sie hier:

Initiativbegehren "Für ein velofreundliches Wetzikon" (PDF)







Ziel


Mit dem Begehren werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

1. Der Anteil des Fahrradverkehrs am städtischen Gesamtverkehr soll auf mindestens 12 Prozent gesteigert werden. Damit wird die Verteilung des Verkehrsaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel (Modal-Split) deutlich verbessert und die Umweltbelastung reduziert.

2. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden wird damit erhöht.

3. Die Wohn- und Lebensqualität in Wetzikon wird dadurch zusätzlich verbessert.

4. Wetzikon soll damit gezielt als velofreundliche Kleinstadt im Zürcher Oberland positioniert werden.

Art und Umfang der Massnahmen


Die Velo-Förderpolitik soll prioritär folgende Massnahmen umfassen:

• Auf dem Gemeindegebiet werden die Lücken im überregionalen Veloroutennetz geschlossen.

• Die Verbindungen auf den Hauptachsen und damit die Verbindung der verschiedenen Ortsteile mit dem Zentrum bzw. der verschiedenen Ortsteile untereinander werden fertig erstellt und aktiv unterhalten. Die Veloführung erfolgt primär auf der Fahrbahn mit eigenem Trassee, die Führung auf Fussgängerflächen ist wenn immer möglich zu vermeiden.

• Die Zentrumszonen werden bewusst fahrradfreundlich gestaltet.

• Gefährliche Situationen an Kreuzungen und stark befahrenen Strassen werden gezielt aufgehoben.
An zentralen Lagen wie zum Beispiel an öffentlichen Bauten, an Schwerpunkten für Einkauf, Freizeit, Erholung sowie an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs werden eine genügend grosse Anzahl sicherer Velo-Abstellplätze bereitgestellt und bewirtschaftet.

• Bezeichung eines Sachverständigen für Veloverkehr in der Verwaltung, der mit Begeisterung ressortübergreifend Ideen entwickelt und umsetzt, welche der Förderung des Veloverkehrs dienen, und sämtliche geplante Verkehrsvorhaben im Hinblick auf den Veloverkehr überprüft und begleitet.

• Die Velo-Fördermassnahmen werden mit Nachbargemeinden und dem Kanton abgestimmt.

• Zum Zwecke der Gewinnung zusätzlicher Velofahrerinnen und Velofahrer und zur Sicherung der Erfolge der Velo-Förderpolitik werden Kommunikations-massnahmen (Imageförderung, Motivation, Anreize) ergriffen. Das Velo wird als urbanes, schnelles und flexibles Verkehrsmittel positioniert.

• Zum Zwecke der kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung der eigenen Velo-Förderpolitik werden diese regelmässig evaluiert und Daten zum Fahrradverkehr erhoben.

Veloförderprogramm des Kantons Zürich
Am 2. Februar 2010 hat der Kanton Zürich ein umfassendes Veloförderprogramm mit einer zehnjährigen Laufzeit vorgestellt, für welches er voraussichtlich im kommenden Herbst beim Kantonsrat einen Kredit über CHF 20 Mio. beantragen wird Die vorgeschlagenen Massnahmen sind überwiegend nicht-infrastrukturell ausgerichtet. Das Paket aus insgesamt 33 Interventionen sieht auch Massnahmen vor, von denen die Gemeinden profitieren (Informations- und Schulungsangebote, Tools, Datenmanagement usw.). Zum Zwecke der bestmöglichen Synergienutzung und der Kosteneffizienz müssen die Massnahmen der Gemeinde Wetzikon zur Veloförderung – im Falle einer Annahme des Kredits für das kantonale Veloförderprogramm durch den Kantonsrat – eng auf das kantonale Veloförderprogramm abgestimmt werden. Im Gegensatz zum Kanton soll die Gemeinde den Schwerpunkt auf infrastrukturelle Vorhaben zur Förderung des Veloverkehrs legen.

Begründung
Der Strassenverkehr stösst in Wetzikon insbesondere zu Stosszeiten zunehmend an seine Grenzen. Negative Auswirkungen auf Wohn- und Lebensqualität sind hinlänglich bekannt. Die Verkehrsproblematik steht denn auch regelmässig zuoberst auf dem Sorgenbarometer der Wetziker Bevölkerung. Ein Teil des Problems ist leider hausgemacht und wird durch den Binnenverkehr verursacht (Ursprungs- und Zielort der Fahrten sind Wetzikon). Auch die Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung zeigen, dass 30 Prozent der Autofahrten nicht länger als 3 km und 45 Prozent nicht länger als 5 km sind.
Diese Realität birgt enorme Chancen.
Bund, Kanton und Städte wie Winterthur und Zürich haben denn auch das Potenzial des Langsam- und hiermit auch des Fahrradverkehrs erkannt. Wetzikon kann es ihnen gleich tun. Wetzikon verfügt topografisch über hervorragende Voraussetzungen, um eine velofreundliche Stadt zu werden.

Für die Förderung des Fahrradverkehrs sprechen zahlreiche Argumente.


Generell gilt:
Der Langsamverkehr, der öffentliche sowie der motorisierte Individualverkehr bilden nur gemeinsam ein leistungsfähiges und effizientes Gesamtverkehrssystem für den Personenverkehr.

Die Ausschöpfung des Potenziales des Langsamverkehrs bringt enorme Verbesserungen für den Verkehrsablauf und fördert die Standortqualität einer Gemeinde.

Im Speziellen gilt:
Insbesondere auf Strecken von drei bis fünf Kilometern trägt der Veloverkehr in Kombination mit dem öffentlichen Verkehr massgeblich zur Optimierung des Gesamtverkehrs bei.

Velofahren ist zusammen mit dem zu Fuss gehen die umweltfreundlichste Fortbewegungsart (Lärm, Abgase, Energieverbrauch, Raumbedarf).

Massnahmen für den Veloverkehr weisen eine sehr gute Kosteneffizienz auf und sind somit volkswirtschaftlich absolut sinnvoll.

Für Kinder und Jugendliche ist das Velo fast immer das erste Verkehrsmittel, mit dem sie ihre unmittelbare Umgebung sowie ihren Wohnort erkundigen und spätestens auf der Oberstufe zur Schule fahren. Ihre Verkehrssicherheit muss gewährleistet sein.

Velofahren fördert die Gesundheit und entlastet somit die Volkswirtschaft von Gesundheitskosten, die aufgrund mangelnder Bewegungsaktivität der Bevölkerung anfallen. Dem Velofahren kommt diesbezüglich eine wichtige präventive Funktion zu.


Für die wohlwollende Prüfung unseres Anliegens bedanke ich mich bestens.

Freundliche Grüsse

Karin Fehr Thoma
Morgenrainstrasse 33
8620 Wetzikon
078 610 16 61
044 932 69 01



Schreiben an den Gemeinderat zum herunter laden finden Sie hier:

Initiativbegehren "Für ein velofreundliches Wetzikon" (PDF)

 

Mitmachen

Newsletter abonnieren

Damit Sie immer auf dem neusten Stand sind.
Abonnieren Sie am einfachsten unseren Newsletter. Interessiert Sie nur ein bestimmtes Thema? Dies können Sie bei der Anmeldung angeben.

Probieren Sie es aus. Dieser Newsletter kann auf Knopfdruck jederzeit abbestellt werden.

  • Das dänische Veloparadies