Grüne fordern durchgängige gut sichtbare Velomassnahmen

Zentrum Oberwetzikon - Pressemitteilung
Kritik der Grünen am vorliegenden Betriebs- und Gestaltungskonzept für das Zentrum Oberwetzikon

Aufwertung des Zentrums Oberwetzikon zu eigentlichem Stadtzentrum wird im Grundsatz begrüsst Die Grünen haben sich schon vor Jahren für die Aufwertung des Stadtzentrums ausgesprochen und dabei ein pragmatisches Vorgehen gefordert.



Träumen erlaubt


Mit der Aufwertung des Zentrums sind die unterschiedlichsten Hoffnungen verknüpft. Die Bevölkerung verspricht sich im Vergleich zu heute eine bessere und sicherere Zugänglichkeit und eine höhere Aufenthaltsqualität. 10 Mio Schweizer Franken sind viel Geld. Die Investition soll sich längerfristig bezahlt machen.









Planen auf dem Boden der Realität


Die Grünen sind sich der zahlreichen und engen Rahmenbedingungen bewusst, innerhalb derer die konkrete Planung erfolgen muss. Zum jetzigen Zeitpunkt heisst dies zur Kenntnis zu nehmen, dass eine Kantonsstrasse das Zentrum durchquert und damit ein Tempo 50-Regime gegeben ist. Bei Tempo 50 sind Fussgängerstreifen vorgeschrieben, um die Strasse sicher überqueren zu können. Das Konzept berücksichtigt dies. Ebenso notwendig sind durchgängige und gut sichtbare Velostreifen. Im zentralen Streckenabschnitt zwischen Kirche und ZKB sind diese im Konzept aber nicht vorgesehen. Die geplante schmale Fahrbahn verbietet es Autofahrenden und LKWs mit genügendem Sicherheitsabstand an den Velofahrenden vorbeizufahren. Insbesondere für Kinder und weniger geübte Velofahrende sind damit enorme Unfallrisiken verbunden. Wie bis anhin würden Velofahrerinnen und Velofahrer an dieser zentralen Stelle aufs Trottoir ausweichen müssen um genügend sicher zu sein. Konflikte mit Fussgängerinnen und Fussgängern sind damit vorprogrammiert.



Unverständliche und inakzeptable Verwirrspiele des Gemeinderats


Warum der Gemeinderat sich selbst und der Wetziker Bevölkerung weismachen will, dass die hiesigen Verhältnisse mit denjenigen in Köniz oder Wabern vergleichbar sind, ist unklar. Seine unpräzisen und damit unstatthaften Vergleiche führen dazu, dass das vorliegende Betriebs- und Gestaltungskonzept hinsichtlich Verkehrsführung praktisch für alle Verkehrsteilnehmenden Verschlechterungen mit sich bringt. Dies ist für die Grünen inakzeptabel.


Überarbeitung des Betriebs- und Gestaltungskonzeptes gefordert


Die Grünen fordern daher, dass das vorliegende Konzept in Bezug auf die Verkehrsführung nochmals überarbeitet wird und im ganzen Stadtzentrum durchgängig sichtbare Velomassnahmen realisiert werden. Eine Anpassung des Fahrbahnquerschnittes auf 4.2 m und eine Reduktion des Mittelstreifens auf 1.5. m im zentralen Bereich würden die dafür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Wie bereits gesagt, werden davon alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer profitieren. Die Grünen sehen sich ansonsten gezwungen, dem Wetziker Stimmvolk das vorliegende Projekt zur Ablehnung zu empfehlen. 10 Mio Schweizer Franken wollen nämlich gut und nachhaltig investiert sein.




Pressemitteilung zum herunter laden finden Sie hier:

Betriebs- und Gestaltungskonzept für das Zentrum Oberwetzikon" (PDF)


Detaillierte Stellungnahme der Grünen Wetzikon zum Betriebs- und Gestaltungskonzept Oberwetzikon
zum herunter laden:

Detaillierte Stellungnahme der Grünen Wetzikon (PDF)




VELO-Initiative
Als Wetziker Stimmbürgerin stelle ich, gestützt auf §50 des Gemeindegesetzes, eine Allgemein anregende Initiative im Sinne von §123 des Gesetzes über die politischen Rechte.

Initiativbegehren:
Die Gemeinde Wetzikon ergreift Massnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs.

Auf dem Gemeindegebiet soll insbesondere ein zusammen-hängendes und sicheres und somit attraktives Netz von Fahrradrouten realisiert werden.

Dafür ist ab 2011 bis 2015 jährlich ein Betrag von CHF 500'000 einzusetzen, wobei dieser Betrag für zusätzlliche und nicht bereits budgetierte Projekte zu verwenden ist.




Schreiben an den Gemeinderat zum herunter laden finden Sie hier:

Initiativbegehren "Für ein velofreundliches Wetzikon" (PDF)







Ziel


Mit dem Begehren werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

1. Der Anteil des Fahrradverkehrs am städtischen Gesamtverkehr soll auf mindestens 12 Prozent gesteigert werden. Damit wird die Verteilung des Verkehrsaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel (Modal-Split) deutlich verbessert und die Umweltbelastung reduziert.

2. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden wird damit erhöht.

3. Die Wohn- und Lebensqualität in Wetzikon wird dadurch zusätzlich verbessert.

4. Wetzikon soll damit gezielt als velofreundliche Kleinstadt im Zürcher Oberland positioniert werden.

Art und Umfang der Massnahmen


Die Velo-Förderpolitik soll prioritär folgende Massnahmen umfassen:

• Auf dem Gemeindegebiet werden die Lücken im überregionalen Veloroutennetz geschlossen.

• Die Verbindungen auf den Hauptachsen und damit die Verbindung der verschiedenen Ortsteile mit dem Zentrum bzw. der verschiedenen Ortsteile untereinander werden fertig erstellt und aktiv unterhalten. Die Veloführung erfolgt primär auf der Fahrbahn mit eigenem Trassee, die Führung auf Fussgängerflächen ist wenn immer möglich zu vermeiden.

• Die Zentrumszonen werden bewusst fahrradfreundlich gestaltet.

• Gefährliche Situationen an Kreuzungen und stark befahrenen Strassen werden gezielt aufgehoben.
An zentralen Lagen wie zum Beispiel an öffentlichen Bauten, an Schwerpunkten für Einkauf, Freizeit, Erholung sowie an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs werden eine genügend grosse Anzahl sicherer Velo-Abstellplätze bereitgestellt und bewirtschaftet.

• Bezeichung eines Sachverständigen für Veloverkehr in der Verwaltung, der mit Begeisterung ressortübergreifend Ideen entwickelt und umsetzt, welche der Förderung des Veloverkehrs dienen, und sämtliche geplante Verkehrsvorhaben im Hinblick auf den Veloverkehr überprüft und begleitet.

• Die Velo-Fördermassnahmen werden mit Nachbargemeinden und dem Kanton abgestimmt.

• Zum Zwecke der Gewinnung zusätzlicher Velofahrerinnen und Velofahrer und zur Sicherung der Erfolge der Velo-Förderpolitik werden Kommunikations-massnahmen (Imageförderung, Motivation, Anreize) ergriffen. Das Velo wird als urbanes, schnelles und flexibles Verkehrsmittel positioniert.

• Zum Zwecke der kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung der eigenen Velo-Förderpolitik werden diese regelmässig evaluiert und Daten zum Fahrradverkehr erhoben.

Veloförderprogramm des Kantons Zürich
Am 2. Februar 2010 hat der Kanton Zürich ein umfassendes Veloförderprogramm mit einer zehnjährigen Laufzeit vorgestellt, für welches er voraussichtlich im kommenden Herbst beim Kantonsrat einen Kredit über CHF 20 Mio. beantragen wird Die vorgeschlagenen Massnahmen sind überwiegend nicht-infrastrukturell ausgerichtet. Das Paket aus insgesamt 33 Interventionen sieht auch Massnahmen vor, von denen die Gemeinden profitieren (Informations- und Schulungsangebote, Tools, Datenmanagement usw.). Zum Zwecke der bestmöglichen Synergienutzung und der Kosteneffizienz müssen die Massnahmen der Gemeinde Wetzikon zur Veloförderung – im Falle einer Annahme des Kredits für das kantonale Veloförderprogramm durch den Kantonsrat – eng auf das kantonale Veloförderprogramm abgestimmt werden. Im Gegensatz zum Kanton soll die Gemeinde den Schwerpunkt auf infrastrukturelle Vorhaben zur Förderung des Veloverkehrs legen.

Begründung
Der Strassenverkehr stösst in Wetzikon insbesondere zu Stosszeiten zunehmend an seine Grenzen. Negative Auswirkungen auf Wohn- und Lebensqualität sind hinlänglich bekannt. Die Verkehrsproblematik steht denn auch regelmässig zuoberst auf dem Sorgenbarometer der Wetziker Bevölkerung. Ein Teil des Problems ist leider hausgemacht und wird durch den Binnenverkehr verursacht (Ursprungs- und Zielort der Fahrten sind Wetzikon). Auch die Ergebnisse des Mikrozensus 2005 zum Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung zeigen, dass 30 Prozent der Autofahrten nicht länger als 3 km und 45 Prozent nicht länger als 5 km sind.
Diese Realität birgt enorme Chancen.
Bund, Kanton und Städte wie Winterthur und Zürich haben denn auch das Potenzial des Langsam- und hiermit auch des Fahrradverkehrs erkannt. Wetzikon kann es ihnen gleich tun. Wetzikon verfügt topografisch über hervorragende Voraussetzungen, um eine velofreundliche Stadt zu werden.

Für die Förderung des Fahrradverkehrs sprechen zahlreiche Argumente.


Generell gilt:
Der Langsamverkehr, der öffentliche sowie der motorisierte Individualverkehr bilden nur gemeinsam ein leistungsfähiges und effizientes Gesamtverkehrssystem für den Personenverkehr.

Die Ausschöpfung des Potenziales des Langsamverkehrs bringt enorme Verbesserungen für den Verkehrsablauf und fördert die Standortqualität einer Gemeinde.

Im Speziellen gilt:
Insbesondere auf Strecken von drei bis fünf Kilometern trägt der Veloverkehr in Kombination mit dem öffentlichen Verkehr massgeblich zur Optimierung des Gesamtverkehrs bei.

Velofahren ist zusammen mit dem zu Fuss gehen die umweltfreundlichste Fortbewegungsart (Lärm, Abgase, Energieverbrauch, Raumbedarf).

Massnahmen für den Veloverkehr weisen eine sehr gute Kosteneffizienz auf und sind somit volkswirtschaftlich absolut sinnvoll.

Für Kinder und Jugendliche ist das Velo fast immer das erste Verkehrsmittel, mit dem sie ihre unmittelbare Umgebung sowie ihren Wohnort erkundigen und spätestens auf der Oberstufe zur Schule fahren. Ihre Verkehrssicherheit muss gewährleistet sein.

Velofahren fördert die Gesundheit und entlastet somit die Volkswirtschaft von Gesundheitskosten, die aufgrund mangelnder Bewegungsaktivität der Bevölkerung anfallen. Dem Velofahren kommt diesbezüglich eine wichtige präventive Funktion zu.


Für die wohlwollende Prüfung unseres Anliegens bedanke ich mich bestens.

Freundliche Grüsse

Karin Fehr Thoma
Morgenrainstrasse 33
8620 Wetzikon
078 610 16 61
044 932 69 01



Schreiben an den Gemeinderat zum herunter laden finden Sie hier:

Initiativbegehren "Für ein velofreundliches Wetzikon" (PDF)





Aktuelles Strassenprojekt: Ausbau Rapperswilerstrasse
Im Mai 2009 kam ein Kredit über 2'740'000 Franken für Sanierung und Gestaltung Rapperswilerstrasse und Ersatz und Neubau Werkleitungen zur Abstimmung.

Wir Grüne haben im Vorfeld zur Abstimmung kritisch zur Vorlage Stellung genommen und diverse Verbesserungen für Fussgänger und Velofahrer gefordert. Unsere Vorschläge haben das Ziel, die Lebensqualität in Unterwetzikon zu verbessern. Das Wetziker Stimmvolk hat die Vorlage gut geheissen. Der Gemeinderat hat anschliessend einen Runden Tisch einberufen, in dem die Kritiker der Vorlage ihre berechtigten Anliegen den Kantons- und Stadtplanern vorstellen durften.



Wir hoffen, dass unsere Anregungen nun in die Überarbeitung des Projektes einfliessen.
Sicher ist: Die Grünen bleiben dran!


Ausbau Rapperswilerstrasse, Spitalstrasse bis Grüningerstrasse
Stellungnahme der Grünen Partei Wetzikon

1. Ausgangslage Projekt
Aufgrund einer Einzelinitiative wurde im 1999 von der Gemeindeversammlung
Wetzikon ein Kredit über Fr. 100'000.- bewilligt zur Bildung einer Arbeitsgruppe für
die städtebauliche Aufwertung und Verbesserung der Verkehrssituation in
Unterwetzikon. Die breit abgestützte, 25-köpfige Arbeitsgruppe mit Vertretern von
Parteien, Quartiervereinen, Interessentengruppen, dem kantonalen Tiefbauamt, der
Gemeinde Wetzikon sowie einer Planerfirma verabschiedete am 7. Juni 2000 einen
Schlussbericht mit einem Massnahmenpaket, welches auch städtebauliche Konzepte
beinhaltet. Auch der städtebaulichen Wettbewerb "Unterwetzikon 2012" und die
Beratungen der "AG Unterwetzikon" zeigten einige städtebauliche Lösungsansätze
auf.

2. Lokale Planung sowie Fussgänger und Velofahrer kaum berücksichtigt
Das nun vorliegende Strassenbauprojekt berücksichtigt hauptsächlich die
Transitfunktion der Strasse für den motorisierten Verkehr. Die Bedürfnisse von
Fussgängern und Velofahrern sind kaum oder nur schlecht berücksichtig. Das
Verkehrsregime (Grüninger-Kreisel, Fahrbahn mit Mittelstreifen, Abbiegeverbote) wird
im Hinblick auf die Lenkung des motorisierten Verkehrs begrüsst. Die Umfahrung des
ZO-Gebäudes als Kreisel sehen wir als sehr kritisch. Wir sind der Ansicht, dass ein
solches System spezielle Massnahmen für Fussgänger und den Veloverkehr
erfordert. Momentan plant der Gemeinderat Wetzikon die Sportanlagen auszubauen
und es bestehen Konzepte ein Messegelände zu erstellen. Dies würde einen noch
stärkeren Fussverkehr zwischen Bahnhof und Sportanlagen erzeugen.

3. Städtebauliche Aspekte und Visionen fehlen
Städtebauliche Aspekte und Visionen sind in diesem Strassenprojekt nicht zu
erkennen und die geplanten Ausbauten der Sportanlagen, Messezentrum etc. werden
nicht berücksichtigt. Auf einer Strecke von 400 Metern, im Zentrum von
Unterwetzikon, (Grüninger-Kreisel bis Dorfplatz) ist keine oberirdische Querung der
Rapperswilerstrasse für Fussgänger und Velofahrer möglich. Somit werden auch
neue Gefahrenstellen für die Kantonsschüler erzeugt. Im Projekt besteht eine einzige
Fussgängerunterführung beim Bahnhof Wetzikon, welche für den Veloverkehr nicht
benutzbar ist.

Die Grüne Partei Wetzikon lehnt das vorliegende Projekt ab und
empfiehlt folgende Detailverbesserungen:

4. Zwei oberirdische Fussgänger- und Veloüberquerungen

4.1. Querung auf Höhe der Pestalozzistrasse:

Wie jetzt schon oft zu sehen, wird die Rapperswilerstrasse auf Höhe Einfahrt P+R
von Kantonsschülern und anderen Personen überquert. Bei zunehmendem
Fussgängerverkehr wird dieses Bedürfnis noch mehr kommen. Die an Sitzungen
mündlich vorgeschlagenen Absperrungen mit Ketten etc. sind städtebaulich
schlecht, betonen noch mehr die Transitachse für den MIV. Das Bedürfnis, die
Rapperswilerstrasse zu queren, betrifft nicht nur die Fussgänger, sondern auch die
Velofahrenden, welche vom Bahnhofareal Richtung Uster oder Richtung
Pestalozzistrasse wegfahren wollen. Die Spitalstrasse ist im regionalen Richtplan
als Veloverbindung eingetragen. Zudem besteht im momentanen Plan keine
Möglichkeit von der Veloabstellanlage im P+R auf die Rapperswilerstrasse in
Richtung Uster zu kommen, ausser über den 300 Meter entfernten und für die
Velofahrer sehr gefährlichen Grüniger-Kreisel. Somit sind illegale
Strassenquerungen vorprogrammiert. Daher fordern wir eine oberirdische Querung
für Fussgänger und Velofahrer auf der Höhe der Pestalozzistrasse.

4.2. Querung auf Höhe Ausfahrt P+R / Veloplus:
Benutzer der Sportanlagen welche per Bahn anreisen queren jetzt schon die
Rapperswilerstrasse auf der Höhe Ausfahrt P+R. Durch den Ausbau des Gebietes
Mattacker und durch das ev. geplante Messezentrum wird dieser Übergang in
Zukunft für Fussgänger noch mehr an Bedeutung gewinnen. Für Velofahrer ist dies
eine wichtige Ausfahrt von den Velo-Abstellanlagen. Veloplus das grösste Geschäft
für Fahrradzubehör und wird jährlich von einigen tausend Velofahrern frequentiert.
Zudem besteht im momentanen Plan keine Möglichkeit von der Veloabstellanlage
im P+R auf die Rapperswilerstrasse in Richtung Uster zu kommen, ausser über den
200 Meter entfernten und für die Velofahrer sehr gefährlichen Grüniger-Kreisel.
Somit sind illegale Strassenquerungen vorprogrammiert. Daher fordern wir eine
oberirdische Querung für Fussgänger und Velofahrer auf der Höhe der Ausfahrt P+R
/ Veloplus.

5. Dringende Verbesserungen für Velofahrer

5.1. Fahrtrichtung Uster – Hinwil:
Die jetzt geplante Führung (Radstreifen – Fahrbahn durch den Kreisel – Rad-
Gehweg – Querung via Velofurt) hat folgende Konsequenzen für den Veloverkehr:

5.1.1. Beim Bypass vor dem Kreisel riskieren Velofahrende geschnitten zu
werden. Das Einordnen auf der Geradeausspur ist nur für geübte
Velofahrende geeignet.

5.1.2. Nach dem Kreisel entstehen schwierige Situationen, wenn sich von
Gossau durch den Bypass kommende Fahrzeuge einordnen und den
Velofahrer schneiden. Die Velofahrenden müssen dabei rechts auf den Rad-
Gehweg gelangen. Hier entsteht eine extrem gefährliche Situation.

5.1.3. Die Querung via Velofurt und Mittelinsel auf Höhe der Parzelle 8253 ist
sicher, für den geradeaus fahrenden Veloverkehr aber tendenziell eine
Schikane, da in den meisten Fällen abgestiegen werden muss. Die Querung
an diesem Ort ist allerdings zwingend notwendig für die Querverbindung
Grubenstrasse – Mattackerstrasse (Verbindung Wohnquartiere – Passerelle
über Gleise – Schwimmbad / Sportanlagen).
Nach eingehender Prüfung kommen wir zum Schluss, dass wir für den geradeaus
fahrenden Veloverkehr eine Querung auf den nordseitigen Rad-Gehweg Richtung Hinwil
vor dem Kreisel bevorzugen würden. Die Querung mit Aufstellfläche auf dem
Mittelstreifen sollte so weit vor dem Kreisel angeordnet sein, dass der Velofahrende
einspuren kann ohne in Konflikt mit den sich rechts einordnenden Fahrzeugen zu
kommen. (Siehe beiliegende Skizze).

5.2. Fahrtrichtung Uster – Gossau:
Der Radweg vom Bypass bis auf die Grüningerbrücke muss durchgehend sein. Der
Radwegquerschnitt auf der Grüniger-Brücke soll 150cm betragen, nicht wie im Plan
mit 125cm. Dies ist wichtig, da an dieser Stelle oftmals Velofahrer mit Kindern
unterwegs sind.

5.3. Fahrtrichtung Hinwil – Uster:
Der Radweg hört auf Höhe Spitalstrasse abrupt auf und muss einer Auto-
Doppelspur weichen. Auf dieser Strecke verkehren sehr viele Lastwagen und
Busse. Was mit den Fahrradfahren nach der Aufhebung der Velospur passiert, ist
nicht klar und extrem gefährlich. Wir schlagen vor, auf die Autodoppelspur auf der
Höhe Schweizerhof zu verzichten und dafür den Radweg weiter zu ziehen bis Höhe
Parzelle 3266 (Gubelmann).
5.4. Fahrtrichtung Hinwil – Gossau:
Planung soweit ok. Die Beschränkung für Velos auf der privaten Wegparzelle 825
ist aufzuheben, damit die Bewohner der dahinter liegenden Liegenschaften direkten
Zugang zum Veloweg haben.

5.5. Fahrtrichtung Gossau-Hinwil:
Wir schlagen vor, im Bypass nach Hinwil ebenfalls einen durchgehenden Radweg
zu planen. Dieser soll bis zu einer sicheren Überquerung der Hinwilerstrasse
führen.

5.6. Fahrtrichtung Gossau-Wetzikon:
Das Durchfahren des hoch frequentierten Kreisel mit einem Velo ist wahrscheinlich
ziemlich risikobehaftet. Momentan sehen wir keine andere Lösung. Alternativ wäre,
auf dem unter Punkt 5.5 erwähnten Velostreifen bis zum Fussgängerstreifen zu
fahren und da die Strasse zu überqueren. Besonders für Velofahrer mit Kindern
oder Jugendliche ist dies sicher die einzige Möglichkeit. Die Velo-Transit-
Signalisation von Gossau nach Uster muss jedoch über die Gujer-Zeller-Strasse
führen. Die hintere Bahnhofunterführung von der Gujer-Zeller-Strasse auf den
Postplatz ist für den Veloverkehr zu öffnen. Somit entsteht eine alternative Route,
um von Gossau her die bewachte Velostation zu erreichen. Dies ist auch eine
wichtige Querverbindung für die Bewohner in Wetzikon südlich des Bahnareals.

5.7. Ausfahrt Poststrasse Richtung Rapperswilerstrasse – Hinwil:
Bei dem regen Busverkehr hat es momentan für Velos kaum Platz. Auf der
Ausfahrtspur Richtung Hinwil ist ein Veloweg zu planen. Platz ist genug vorhanden.
(siehe beiliegende Skizze)

5.8. Einfahrt Pestalozzistrasse von Rapperswilerstrasse:
Die Fahrbeziehung von Uster, resp. vom Postplatz herkommend Richtung
Kantonsschule ist gemäss vorliegender Planung nicht möglich. Die offizielle
Führung führt via 300 Meter entfernten Grüniger-Kreisel. Wir schlagen eine
Linksabbiegemöglichkeit mit Aufstellfläche im Bereich des Mittelstreifens vor.
Gleichzeitig regen wir an, die Pestalozzistrasse für den Veloverkehr in
Gegenrichtung zu öffnen. Der Mittelstreifen bietet die Möglichkeit, die Fahrbahn in
zwei Etappen zu überqueren.

5.9. Einfahrt bei Veloplus aus Richtung Hinwil
Ebenso regen wir eine Querungsmöglichkeit auf der Höhe der Parkplatzausfahrt
(bei Veloplus) als Zufahrt zu den Veloparkplätzen von Südosten her an. Die
entsprechende Zufahrt wäre für den Veloverkehr zu öffnen. Dies kann mit einem
Fussgängerübergang kombiniert werden. (Siehe beiliegende Skizze)
Wir hoffen, dass unsere Anregungen in die Weiterbearbeitung des Projektes einfliessen
und stehen gerne für weitere Gespräche zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen
Grüne Partei Wetzikon
Martin Wunderli.



Details und Situationsskizzen zum herunter laden finden Sie hier:

Strassenprojekt Rapperswilerstrasse (PDF)



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